Zur Darstellung der Spielpläne

Die unter den beiden folgenden Hauptmenüpunkten abgelegten Daten beanspruchen, ein verlässliches Kompendium zu sein für jeden, der eine bestimmte Aufführung an einem ostpreußischen Theater datieren will oder der wissen möchte, welche Stücke in einer bestimmten Spielzeit gegeben wurden. Die Mitwirkenden der Aufführungen, auch berühmte Gäste, seien es Schauspieler, Sänger oder Dirigenten, wurden i. Allg. nicht erfasst.

Wer Spielplanlisten von mehr als 25 Theatern über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahrhundert erfasst, muss sich, um der Forderung nach Platzökonomie und Übersichtlichkeit zugleich gerecht zu werden, einige Kriterien geben, denen die Darstellung genügt.
Die erste Entscheidung führte zur Grobeinteilung in Spielzeiten, die nächste zur Darstellung der Aufführungen jedes Monats in Tabellenform. Für die Gestaltung dieser Tabellen gilt (jeweils in absteigender Priorität):

(A) Zeitstruktur

  1. Spielzeiten
  2. Monatstabellen mit Tageszellen
  3. Wochen- oder Halbmonatsspalten innerhalb der Monatstabellen (abhängig von (C))

(B) Programmaspekte

  1. Anordnung und Nummerierung der Werke einer Spielzeit in der Abfolge ihrer ersten Saisonaufführung
  2. Auflistung der Werktitel in dieser Abfolge unter dem Spielplanblock (dreispaltig)
  3. Eintrag der Werknummern in die jeweilige Tageszelle (s. A)

(C) Aufführungsorte

  1. Bei einem Spielort: Wochenspalten (s. A 3)
  2. Bei einem Stammspielort und regelmäßigen Abstechern: Zwei Ortsspalten (für Aufführungen am Hauptsitz und am Ort des Gastspiels unter expliziter Ortsnennung). Dies trifft vor allem auf die Theater in Allenstein und Tilsit zu, teilweise auch auf Memel. – Erfordert aus darstellungstechnischen Gründen in der Monatstabelle die Anordnung in Halbmonatsspalten (s. A 3)

Außerdem gelten folgende Konventionen:

(a) Abkürzungen in den Tageszellen hinter der jeweiligen Werknummer:

  • U: Uraufführung
  • E: Erstaufführung
  • N: Neueinstudierung

(b) Zur Feinstrukturierung bei mehreren Werkaufführungen an einem Tag:

  • Werden mehrere Werke innerhalb einer Aufführung gegeben, wird ihre Werknummer durch ein Komma voneinander getrennt.
  • Werknummern von Nachmittags- und Abendveranstaltungen werden durch einen Schrägstrich voneinander getrennt.
  • Bei Vormittagsveranstaltungen wird einen weiterer Schrägstrich verwendet. 2/–/7 bedeutet beispielsweise, dass vormittags Werk Nr. 2 und abends Werk Nr. 7 aufgeführt wurde, nachmittags aber keine Vorstellung stattfand.