Herr Dibowski im Blutgericht

Notiz: Herr Dibowski im Blutgericht

 

Im September 1840 hielt sich der Berliner Komponist und Pianist Hieronymus Thrun fast vier Wochen in Königsberg auf, vor allem um die hier im Theater als Gast auftretende Mezzosopranistin Agnese Schebest in einem Konzert (6. September) als Dirigent und in einem weiteren (15. September) als Pianist zu begleiten. Das drei Wochen dauernde Gastspiel gab Thrun die Gelegenheit, Königsberg und sein Musikleben kennenzulernen. Darüber berichtete er ausführlich in der Neuen Zeitschrift für Musik.

Thrun hat sich an seinen langen Tagen oft im Blutgericht aufgehalten. Hier lernte er den Buchhalter und Inspektor der historischen Weinstube, "Herrn Dibowski" kennen und setzte ihm ein kleines Denkmal. Der Text ist nicht bedeutend, aber rührend. Er bewahrt einen Mann vor dem Vergessen, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vielen auswärtigen Künstlern Königsberg verkörperte, den aber die wenigsten Einheimischen überhaupt gekannt haben dürften.

Thruns Text ist hier zu erreichen.