Ostpreußische Kritiker bis 1902

NAMEN, DIE KEINER MEHR NENNT

Musik- und Theaterkritiker ostpreußischer Zeitungen
bis 1902


(1) Das Überschrifts-Motto: Marion Gräfin Dönhoff, natürlich. Gerne hätte der Anbieter dieses Portals das wunderschöne einfühlsame Vorwort aus späteren Tagen zu ihrer oft wieder abgedruckten Liebeserklärung an ihre ostpreußische Heimat und an die baltischen Landstriche, in den ihre Vorfahren gelebt und gewirkt hatten, diesem Portal als Generalmotto vorangestellt. Die Bestimmungen des Urheberrechts stehen dem leider entgegen (Rechte beim Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2004).

(2) Dieser Beitrag stützt sich auf die Arbeiten von Paul S. Ulrich, der die Theater-Almanache und -Journale der deutschsprachigen Theater in aller Welt von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs erfasst und dabei den strukturierten Zugang zu der schier unübersehbaren Datenfülle unter verschiedenen Gesichtspunkten ermöglicht hat (zu Paul S. Ulrich s. die Notiz Königsberger Theaterjournale im Menü Abhandlungen und Notizen).
Das Don Juan Archiv Wien beabsichtigt, die Ergebnisse seiner Forschungen sukzessive in zwölf Bänden zu veröffentlichen, wobei der erste Band (Wien) 2018 erschienen ist. Die äußere Einteilung der Bände erfolgt nach heute geltenden politischen Grenzen und Strukturen, die Inhalte selbst bilden die jeweils zeitgenössischen Verhältnisse ab (Ortsbezeichnungen, staatliche Zugehörigkeit etc.). So kommt es, dass der nördliche, heute zu Russland gehörende Teil Ostpreußens dem Band „nordische Staaten“, der südliche, heute polnische Teil dem Band „Polen“ vorbehalten ist.
Ich danke Paul Ulrich für sein Einverständnis, diejenigen Teile, die Ostpreußens Kritiker betreffen, schon vor „seiner“ Veröffentlichung auszuwerten und in diesem Portal zugänglich zu machen.

(3) Die Übersicht ist nach Ortsnamen und den Namen der Zeitungen geordnet, die von der Mitte des 19. Jhs. bis zum Beginn des 20. gewöhnlich über örtliche Theater- und Konzertereignisse berichteten. Bei jedem Eintrag werden zunächst die Jahre angeführt, die allgemeine Hinweise auf die Zeitung enthalten, etwa die Anschrift der Redaktion; diese Merkmale werden hier nicht wiedergegeben. Diejenigen Jahreszahlen, denen die Namen der Kritiker (oder Referenten, wie sie damals genannt wurden) und/oder der (Chef-)Redakteure, die oft selbst über die örtlichen Theaterereignisse berichteten, folgen, sind durch Aufzählungspunkte hervorgehoben. Die Benennung der Referenten endet in den Almanachen mit dem Jahr 1902.

(4) Die teils wechselnde bzw. unzutreffende Schreibweise der Kritikernamen wurde beibehalten, auch wo die korrekte bekannt ist.

(5) Den Namen, die keiner mehr nennt, wird hier – auch stellvertretend für viele andere, die es verdient hätten – ein kleines Denkmal gesetzt.