Hugo Hartung

Hugo Hartung (1885–1963) war der begabteste und bedeutendste aller Königsberger Chorleiter. Er hat hier von 1924–1944 gewirkt, nachdem er seit 1918 bereits das Tilsiter Musikleben wesentlich geprägt hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine Karriere in Gotha, Erfurt und Berlin fort (Details s. Vita).

Hugo Hartung Kohlezeichnung 1932
(Museum Stadt Königsberg Duisburg)

 

Die Königsberger Tätigkeiten auch nur grob aufzuzählen, ist nahezu unmöglich. In erster Linie waren es diese:

  • Studienrat am Staatlichen Hufengymnasium (1924)
  • Erziehung des Schulchors zur Konzertreife
  • Dirigent des „Sängervereins“ (1924)
  • Mitglied des Direktoriums und Dozent am Institut für Kirchen- und Schulmusik (1924)
  • Leitung der vereinigten Orchestervereine „Philharmonie“ und „Musikverein“ (1924)
  • Gründung eines Frauenchors (1926)
  • Leitung der Königsberger Singakademie (1927)
  • Gründung des Funkchors des Ostmarkenrundfunks (1927)
  • Gründung des Königsberger Kammerchors (1932)
  • Vereinigung der Singakademie und der Musikalischen Akademie sowie Teilen des Orchestervereins „Philharmonie und Musikverein“ zur „Vereinigten Musikalischen und Singakademie“, die sich zu einem der führenden deutschen Chöre entwickelte (1934)
  • Gründung der Hartungschen Musikschule – Goethestraße 17 (1936)

Die meisten noch existierenden Königsberger Dokumente über Hugo Hartung sind in mehreren Teillieferungen aus Berliner Familienbesitz als Stiftung nach Duisburg in die Bestände des Museums Stadt Königsberg gekommen. Sie wurden für dieses Portal erfasst und ausgewertet.

Seit kurzem befinden sich mehr als 1300 Briefe aus Hartungs beruflicher Korrespondenz wieder in Familienbesitz, nachdem sie mehr als 70 Jahre verloren geglaubt wurden. Sie erlauben es, wesentliche Aspekte der Geschichte des Königsberger Chorwesens in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zu rekonstruieren.

Gliederung dieses Kapitels s. Menüleiste.