Königsberger Musikverein

In der bisher veröffentlichten Literatur über das Königsberger Musikleben ist häufig betont worden, welch hoher Anteil musikalischen Laien, sog. Dilettanten, dabei zukam. Das lässt sich bis in das 18. Jahrhunderts gut zurückverfolgen.

In diesem Zusammenhang belegt der am 19. Mai 1896 gegründete Königsberger Musikverein ein wichtiges Kapitel. Der Musikverein ist zwar immer wieder erwähnt worden (z. B. bei Kroll – s. Auswahlbibliografie), aber eher kursorisch, und es ist schwer, daraus ein klares und kohärentes Bild zu gewinnen.

Die Sammlung von Lotte Simon, deren Vater Gustav Gründungsmitglied war und die selbst dem Verein als Geigerin seit 1912 angehörte, bis sie 1932 Deutschland verließ, dokumentiert die Vereinsgeschichte und die musikalischen Veranstaltungen recht gut.

Erhalten sind die Satzung von 1909, Vereinsberichte von 1911 bis 1919, 24 Programmzettel aus dem Zeitraum von 1912–1926 und 31 Kritiken aus den Jahren 1913–1924, Programme und Kritiken von Konzerten, die zwischen 1924 und 1932 unter Leitung von Hugo Hartung stattfanden sowie einige weitere Dokumente.

Dieses Kapitel hat folgende Gliederung: